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Warum schnelle Ladezeiten einer Webseite wichtig sind

von Bernd Fischer am 02.03.2020 in SEO
Warum schnelle Ladezeiten einer Webseite wichtig sind

Die Ladezeit gilt als ein wichtiger Faktor für den Erfolg einer Website. Ca. 50% der Internetnutzer verlässt eine Webseite wieder, wenn die Ladezeit über einem Wert von 3 Sekunden liegt und die gewünschte Information nicht schnell genug erreicht wird.

Für Shopbetreiber kommt hinzu, dass jede Sekunde, die eine Webseite länger lädt, Umsatz verloren geht.

Seit einigen Jahren nimmt Google die Website-Ladezeit als Ranking Faktor. Eines der Hauptkriterien für eine Top Positionierung bei Google ist eine gute Website-Performance, langsame Seiten landen also auch bei Google auf den hinteren Plätzen.

In diesem Blog-Beitrag erfahren Sie, warum kurze Ladezeiten für die Webseite wichtig sind, was die Performance ausbremst und gezielte Maßnahmen, wie man eine Performance-Optimierung durchführen kann.

Gleich vorneweg: für Wordpress-Nutzer gibt es für das Ladezeiten-Problem eine einfache Lösung, die im Grunde fast alles selber macht: das WP Rocket Plugin*! Einfach Plugin installieren und schon werden die Webseiten gecached.

 

Warum ist die Ladezeit meiner Website wichtig?

 

1. Top Google Ranking

Seit ein paar Jahren hat Google den Pagespeed zum Rankingfaktor erhoben, weil eine gute Performance der Webseite unerläßlich für eine positive User Experience ist.

Für Google und andere Suchmaschinen ist eine positive User Experience ein wichtiger Faktor, um die Qualität einer Webseite zu bestimmen. Deshalb wurde der Pagespeed auch von Google zum Rankingfaktor erhoben.

Je schneller Deine Webseite lädt, desto höher sind die Chancen auf gute Rankings.

2. Absprungrate senken

Internetnutzer haben immer weniger Geduld, auf Antworten von Webseiten zu warten. Schnelle Webseiten werden von Usern bevorzugt genutzt, sie springen weniger schnell ab.

Die Absprungrate (Bouncing Rate) ist ein wichtiger Faktor für die Qualität eines Angebots. Website-Betreiber sollten darauf achten, die Absprungrate möglichst gering zu halten.

3. User Experience

Neben der Absprungrate gibt es noch allgemein die User-Experience: macht das Surfen auf der Homepage Spaß?

Langsame Websites bremsen das Surf-Erlebnis aus und verscheuchen User. Laut einer Umfrage gaben fast 80 Prozent der Nutzer an, dass sie langsame Webseiten häufig kein zweites Mal besuchen würden.

4. Conversion-Rate

Pro Sekunde Ladezeit verringert sich die Conversion-Rate laut Studien um bis zu sieben Prozent. Einzeln betrachtet nicht viel, aber in der Summe mit u.U anderen nicht optimierten Google Top Ranking Faktoren verheerend.

Langsame Webseiten sind gerade für Online-Shop-Betreiber wahre Umsatzkiller.

5. Crawling Budget

Google stellt für jede Webseite ein zeitliches Crawling Budget zur Verfügung. Für langsame Webseiten braucht der Google Crawler länger, diese zu crawlen und zu indexieren. Folglich wird der Crawler in einer niedrigeren Frequenz crawlen und u.U. nicht das ganze Angebot erfassen. Ein riesen Wettbewerbsnachteil, der durch langsame Websites entsteht.

6. Mobile Erreichbarkeit

Zunehmend nutzen User Mobilgeräte auch für Shopping. Mittelfristig können hier nur Webseiten bestehen, die auch auf schnelle Ladezeiten für Mobilgeräte, auch bei mittelmäßiger Verbindung, optimiert sind.

7. Schnelle Webseiten vermitteln Professionalität

Langsame, schwer zugängliche Webseiten wirken veraltet, nachlässig, allgemein unprofessionell. Dieser Eindruck wird sich zwangsläufig auf Ihr Unternehmen übertragen. Wenn Websites sogar mit Mobilgeräten und schlechter Verbindung gut bedienbar sind, überzeugen Sie Ihre Kunden von Ihrem Unternehmen.

 

 

Was genau versteht man unter Ladezeit einer Website?

Die Ladezeit einer Webseite oder auch PageSpeed bezeichnet den Zeitraum zwischen der User-Anfrage an den Server (dem Seitenaufruf) und der kompletten Darstellung der Seite im Browser.

Die Gesamt-Ladezeit einer Website wird in 4 Phasen eingeteilt:

Der TTFB ist der Zeitraum zwischen dem User-Reqeust und der ersten Antwort des Servers. Der Wert ist abhängig von der Berechnungsdauer der Anfrage auf dem Server, von der Systemkonfiguration, serverseitigem Caching und vielem mehr.


Ganz allgemein gilt: schnellere Server haben eine kürzere TTFB. Der TTFB ist ein technischer Wert, für den User bleibt die Seite bis zu diesem Zeitpunkt häufig weiß.

Dieser Wert gibt an, wie lange es dauert, bis das erste Element auf dem Screen "gezeichnet" bzw. gerendert wird. Der User weiß jetzt, dass der Aufruf erfolgreich war und die Seite im Moment geladen wird. Der Zeitraum zum FMP (siehe nächster Eintrag) sollte jetzt so kurz wie möglich gehalten werden.

Das ist der Zeitpunkt, an dem der User das Gefühl hat, dass die Seite geladen und funktionabel ist. Leider ein häufiger Frustrationspunkt, denn vollständig gezeichnet bedeutet noch nicht, dass die Website schon funktioniert. So lassen sich zu diesem Zeitpunkt Buttons noch nicht bedienen oder anderweitige Interaktionen durchführen.

Im Idealfall ist der FMP nur sehr kurz und wird schnellstmöglich vom TTI abgelöst.

Der TTI letztendlich gibt den Zeitpunkt an, an dem die Seite vollständig geladen und bereit für die Interaktion ist. Erst ab diesem Zeitpunkt ist der User, was die Ladezeit angeht, frustrationsfrei.

Der TTI gibt die Gesamtladezeit an, sie sollte 3 Sekunden maximal nicht übersteigen.

 

Messen können Sie diese 4 Phasen zum Beispiel hier:

Googles Page Speed Insights
Bytecheck

Lesen Sie hierzu auch unseren Blogeintrag 3 Tools zum Messen von Website Ladezeiten
 

Wie schnell ist eine schnelle Webseite?

Eine Webseite, die länger als zwei Sekunden lädt, gilt als langsam. Dauert es länger als 5 Sekunden, bis die Seite geladen ist, werden schon 50% der User abgesprungen sein.

Wenn sich die Webseite weiterhin langsam verhält, werden die meisten User abspringen. Hier geht richtig Geld verloren.

In den PageSpeed-Tests wird zwischen Desktop- und Mobilgeräten unterschieden. Gerade Tests für Mobilgeräte, gerne in gedrosselter Umgebung, um langsame Netze zu simulieren, sollten nicht vernachlässigt werden.

Der Grund: Google crawlt ausschließlich die mobilen Versionen und berücksichtigt dabei auch langsame Netze.

Eine schnelle Webseite zu haben reicht nicht, sie muss vor allem mobil schnell sein.

Was ist der Grund für langsame Webseiten?

Das kann viele Gründe haben. In den meisten Fällen sind die Flaschenhälse aber relativ klar: große Bilder, unkomprimierte Dateien, nicht genutztes Server- und Browsercaching, Verzicht auf gzip-Komprimierung und blockierende Skripte, die geladen werden müssen, sind die häufigsten Fehler.

Daneben gibt es noch eine Reihe anderer Probleme wie zum Beispiel falsche Serverkonfigurationen, aufwändige Datenbankabfragen oder schlechte Programmierungen.

WP Rocket - WordPress Caching Plugin

 

Was kann ich tun, um die Ladezeit meiner Website zu verkürzen?

Wir haben für Sie hier die wichtigsten Punkte zusammengestellt und kurz erkärt. Generell gilt, dass Performance-Optimierung kein triviales und vor allem kein kurzfristiges Thema ist.

Da Website-Performance wichtig für gutes SEO ist, raten wir dazu, sich intensiv mit dem Thema auseinanderzusetzen oder einen Fachmann zu raten zu ziehen.

Versehen Sie Resourcen wie Bilder, Javascripte und CSS-Dateien mit sogennannten Expires-Header. Dann müssen diese Resourcen  nicht bei jedem Aufruf neu geladen werden, sondern werden im Cache des Browsers gespeichert. In den meisten CMS lassen sich Caching-Plugins relativ leicht installieren.

Ergebnisse von Datenbank-Operationen und Berechnungsergebnisse lassen sich schon auf dem Server cachen, damit diese Operationen nicht jedes mal wieder ausgeführt werden muss und Rechnerleistung kosten.

Dazu gibt es diverse Verfahren wie mem-cached oder HTML-Caching. Dieses Caching muss direkt auf dem Web-Server aufgesetzt werden und erfordert technische Kenntnisse der jeweiligen Umgebung.

Alle Daten lassen sich gzip-komprimiert übertragen und werden dann im Browser on-the-fly wieder entpackt. Dieser Vorgang kostet zwar etwas Zeit, bringt aber am Ende deutliche Geschwindigkeitsvorteile, da die zu übertragende Datenmenge sehr viel kleiner ist, als ohne Komprimierung.

Wenn Sie die Möglichkeit haben sollten, Ihren Web-Server auf HTTP/2 umzustellen, sollten Sie dies tun. Resourcen lassen sich im Gegensatz zum alten HTTP/1.1 parallel über eine einzige TCP-Verbindung herunterladen, was einen enormen Geschwindigkeitsvorteil bringt.

HTTP/2 bringt überdies auch noch den Vorteil der Header-Komprimierung mit.

Der Webserver lässt sich anhand eines SSL-Zertifikats auf das Protokoll HTTP/2 umstellen.

Bilder sollten für das Web speziell optimiert und entsprechend komprimiert werden. Das geht meist über die verwendete Software (Photoshop oder Gimp) oder über Dienstleister wie tinypng für PNG-Bilder oder tinyjpg für JPG-Dateien.

Bilder in modernen formaten wie webp bereitstellen. Webp zum Beispiel lässt sich bei gleicher Bildqualität sehr viel kleiner komprimieren als png-Dateien. Leider können noch nicht alle Browser webp nutzen, weshalb sich Fallback-Bilder in herkömmlichen Formaten anbieten.

HTML erlaubt es, Bilder für diverse Bildschirmgrößen anzuzeigen. Sie können somit für Mobilgeräte wie Smartphones sehr viel kleinere Bilder anzeigen als für Desktop-Geräte. Das spart Ladezeit und erhöht die Performance auf Mobilgeräten.

Vermeiden Sie, wenn es geht,  große Hintergrundbilder und Autoplay-Videos. Diese Daten müssen geladen werden und kosten viel Zeit.

Herkömmlich werden alle Resourcen einer Webseite auf einmal geladen. D.h. der User muss Bilder laden, die er vielleicht nie zu Gesicht bekommt, wenn er nicht weiter nach unten scrollt.

Lazy Loading bezeichnet die Technik, dass Bilder nur geladen werden, wenn der User in die Nähe dieser Bilder kommt. Dadurch wird die PageSpeed signifikant erhöht.

Nicht benötigte CCS-Deklarationen, ungenutzte Java-Scripte und unnötig aufgelasene HTML-Strukturen sollten entschlackt werden, um die Ladezeit zu verkürzen.

Viele Javascript-und CSS-Dateien sind Gift für eine gute Performance. Es bietet sich an, diese zu ein paar wenigen Dateien zusammenzufügen. Dafür gibt es meist Plugins (FVM-Purge für Wordpress zum Beispiel).

Durch sogenannte Minifyer lassen sich Skripte und CSS-Dateien so verarbeiten, dass alle unnötigen Zeichen wie Leerzeichen, Kommentare und so weiter aus dem Quellcode entfernt werden. Ziel ist die Reduzierung der Datenlast.

Werden CSS- und Javascript-Resourcen am Anfang eines HTML-Dokuments eingebunden, blockieren diese oft das Rendering einer Webseite. Um das zu verhindern, bietet es sich an, die Dateien erst am Ende zu laden.

CDN speichern Daten an wichtigen Knotenpunkten des Internets und verringern so die Übertragungsdistanz. Daten werden also nicht vom Webserver geladen, sondern parallel von verteilten Internetknoten. Bekannte CDN sind zum Beispiel aws (Amazon Web Services).

Fazit

Für eine gute Positionierung bei Google und für eine gelungene User-Experience ist es unerläßlich, dass eine Seite kurze Ladezeiten hat. Das Thema Website Performance ist komplex und muss als längerfristiges Projekt angesehen werden.

Die Flaschenhälse müssen überdies erkannt und nach und nach abgearbeitet werden. Dann sollte einer schnellen Webseite und damit einem Top Google Ranking nichts mehr im Weg stehen.

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Über den Autor:
Bernd Fischer ist seit 18 Jahren freiberuflicher Web-Entwickler, IT-Berater und SEO-Experte. Er gibt auch Kurse rund um die Themen Python, Programmierung, Datenbanken und Software-Lösungen.

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